Künstlerprofil

Feedback CD1 - Johannes Fritsch: Flötenklang

Natalja Psenitsnikova

Erschienen: 2000

Katalog-Nummer: Cybele 960301

CD-On-Demand USB-Stick

Kurzbeschreibung

Zeitgenössische elektroakustische Musik aus dem Feedback Studio Köln, gegründet 1970 von Johannes Fritsch, Rolf Gehlhaar und David Johnson.

Beschreibung

Die erste CD des Kölner Feedback Studios erschien im Jahr 2000 und enthält vier Flötenstücke von Johannes Fritsch, die über ihre jeweils eigene Ästhetik hinausgehend einen guten Einblick in die vielseitigen Aktivitäten des Studios geben: Erforschung instrumentaler Möglichkeiten, Einsatz von Elektronik und Interesse für Weltmusik.
Interpretin der Werke ist die Moskauer Flötistin, Vokalistin und Aktionsmusikerin Natalja Psenitsnikova, die in Berlin lebt.


Flute Klang
Die Komposition, entstanden 1981, sieht ursprünglich ein Vierspurtonbandgerät vor, mit dem der Klang der Altflöte während der Aufführung dreifach verzögert wird. Heute spielt man das Stück mit einem digitalen Delaysystem, wie es in Effektgeräten programmierbar ist.


Kyo-Mu
Der Komposition liegt folgender Text bei: 39 Stücke werden 36, 36 werden 18, 18 werden 3, 3 werden eins, eins wird keins, kein Stück wird Atem, der Atem wird das leere Nichts (Hisamatsu Fuyo, 1823). Neben der Version für Shakuhachi (japanische Bambusflöte), die in Europa und mehrfach auch in Japan gespielt wurde, sind auch Aufführungen mit Tenorblockflöte oder Altflöte möglich.


Noel
für drei Flöten entstand in der Weihnachtszeit 1990 und wurde 1991 mit Camilla Hoitenga in Köln uraufgeführt.


VIII ’94 wurde im August 1994 in der Villa Massimo in Rom für Natalja Psenitsnikova komponiert und im gleichen Jahr von ihr in Berlin uraufgeführt.


Das Feedback Studio
Nach monatelanger Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen auf der Weltausstellung 1970 in Osaka fassten die drei Komponisten Johannes Fritsch, Rolf Gehlhaar und David Johnson den Entschluss, sich selbständig zu machen. 1970 riefen sie das Feedback Studio ins Leben: ein unabhängiges, privates elektronisches Studio. Ein Jahr später gründeten Fritsch und Gehlhaar mit dem Feedback Studio Verlag den ersten deutschen Komponistenverlag. Studio und Verlag befanden sich im Belgischen Viertel in Köln in einem Hinterhaus, wo Fritsch sich 1967 unter dem Dach ein Privatstudio eingerichtet hatte. Sowohl Studio als auch Verlag verstanden sich nicht als ein kommerzielles Unternehmen, sondern vielmehr als eine Künstlerkooperative und ein alternatives Zentrum für Musik. Der Verlag vertrat bis zu 300 Kompositionen von 20 Komponisten. Sein Programm umfasste neben elektronischen und live-elektronischen Werken, Computerkompositionen und Werken für großes Orchester vor allem Kammermusik, etwa der Komponisten Klarenz Barlow, Michael von Biel, Peter Eötvös, Johannes Fritsch, Rolf Gehlhaar, Caspar Johannes Walter und vielen mehr. Die Schriftenreihe Feedback Papers, insgesamt 46 Hefte bzw. Bücher, dokumentieren in Nachrichten, Informationen, Projektbeschreibungen, Analysen und Aufsätzen nicht nur die Geschichte des Feedback Studios, sondern geben einen eigenen Blick auf die Geschichte der Neuen Musik, abseits der philharmonischen Hauptwege und etablierten Festivals.
Nach Fritschs Tod 2010 wurde der Feedback Studio Verlag aufgelöst. Noch vorrätige Feedback Papers und CDs sind in die edition johannes fritsch übergegangen (www.editionjohannesfritsch.de). Alle historischen Dokumente wie Materialbänder, Tonbandaufzeichnungen von Hinterhausmusiken, Korrespondenzen oder historische Apparate befinden sich im Musikarchiv der Akademie der Künste (www.adk.de) in Berlin.

Biografien

Johannes Fritsch (1941-2010)
wurde am 27.7.1941 in Bensheim-Auerbach (Bergstraße) geboren, Studium an Universität und Musikhochschule Köln (Musikwissenschaft, Soziologie, Philosophie, Viola, Komposition bei B.A. Zimmermann), während des Studiums Aushilfstätigkeit in verschiedenen Orchestern, Teilnahme am Hochschulwettbewerb (1963) und künstlerische Reifeprüfung (1965) im Fach Viola. Teilnahme an den Internationalen Ferienkursen in Darmstadt und an den Kölner Kursen für Neue Musik. 1965-70 Lehrer für Musiktheorie am Konservatorium der Stadt Köln.
1964-70 Mitglied des Stockhausen-Ensembles, zahlreiche Konzertreisen, Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen, 1970 Weltausstellung Osaka. 1966 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, 1971 Preis der Biennale Paris, 1976 Villa Massimo Rom, 1977 Förderpreis der Stadt Köln, Kammermusikpreis der Stadt Braunschweig, 1981 Robert-Schumann-Preis der Stadt Düsseldorf.                                                       
1970 Gründung des Feedback Studio Köln zusammen mit Rolf Gehlhaar und David Johnson, Veranstaltung von Hinterhausmusiken im Feedback Studio. 1971 Feedback Studio Verlag (erster deutscher Komponistenverlag). 1974-98 im Vorstand des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt. 1979, 1982, 1984 und 1986 Veranstalter der WELTMUSIK-Kongresse in Vlotho (zusammen mit der Landesarbeitsgemeinschaft Musik NRW und dem Westdeutschen Rundfunk). 1971-84 Leiter einer Kompositionsklasse und des Seminars für Neue Musik an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt, gleichzeitig Lehrauftrag für Allgemeine Harmonik und Medienästhetik an der Musikhochschule Köln. Dozent bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt 1974, 1984 und 1986. 1984-2006 Professor für Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik Köln. Herausgeber der Feedback Papers und, zusammen mit Dietrich Kämper, der Kölner Schriften zur Neuen Musik (Schott Verlag). Zahlreiche musiktheoretische Veröffentlichungen, mehr als 120 Kompositionen aller Gattungen.
Schriften- und Werkverzeichnis sowie weitere Informationen zu Fritschs Nachlass im Internet. (www.editionjohannesfritsch.de)

Feedback CD1 - Johannes Fritsch: Flötenklang
FLAC 16bit 44.1kHz Stereo
USB-Stick CD

Datenträger (CD, SACD, USB-Stick oder DVD)

Medium Information Preis
CD-ON-DEMAND Feedback CD1 - Johannes Fritsch: Flötenklang (CD-On-Demand)
EAN/UPC-Barcode: 809548014124
16,90 €
USB-STICK Feedback CD1 - Johannes Fritsch: Flötenklang (USB-Stick)
15,90 €

Hörproben und Track-Downloads

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1) Flute Klang (1981) für Altflöte mit Delaysystem
Komponist: Johannes Fritsch (1941-2010)
Interpret(en): Natalja Psenitsnikova
9:24
3,99 €
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2) Kyo-Mu (1982) für Shakuhachi und Tonband (Version für Altflöte)
Komponist: Johannes Fritsch (1941-2010)
Interpret(en): Natalja Psenitsnikova
29:23
9,99 €
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3) Noël für drei Flöten (1990) - Playbackversion
Komponist: Johannes Fritsch (1941-2010)
Interpret(en): Natalja Psenitsnikova
19:44
6,99 €
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4) VII '94 für Altflöte und Tempelglocke
Komponist: Johannes Fritsch (1941-2010)
Interpret(en): Natalja Psenitsnikova
10:00
3,99 €
Gesamtspielzeit  68:31  
Feedback CD1 - Johannes Fritsch: Flötenklang [Cybele 960301 - Komplettes Album, FLAC 16bit 44.1kHz Stereo] (250.81MB)
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