Zsigmond Szathmáry

Organist und Komponist

Biografie

Szathmáry, Zsigmond

wurde 1939 in Ungarn geboren. Er erhielt seine musikalische Ausbildung in Kom­po­si­tion (Ferenc Szabó) und Orgel (Ferenc Gergely) an der Franz-Liszt-Musik­aka­demie in Budapest. Weiterführende Studien führten ihn nach Wien und Frankfurt (Hel­mut Wal­cha). 1960 gewann er den 1. Preis beim Orgelwettbewerb in Budapest. 1972 erhielt er das Bach-Preis-Stipendium der Freien Hansestadt Hamburg. Als Organist wirkte er in Hamburg und am Dom zu Bremen.
Seit 1978, nach Lehrtätigkeiten an den Musik­hoch­schulen in Lübeck und Hannover, hatte er bis zu seiner Emeritierung eine Professur an der Hochschule für Musik Freiburg inne. Szathmáry, der Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg ist, gibt zahl­reiche Gastkurse an Musikhochschulen und Uni­versitäten in Europa, Nordamerika, Ja­pan und Korea und ist zudem häufig als Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben anzutreffen. Er ist Dozent bei der Som­merakademie für Organisten in Haarlem (Nie­der­lande) und unterrichtet bei den Darm­städter Ferienkursen für Neue Musik.
1987 hat ihm das Nationale Franz-Liszt-Gedenk­komitee des ungarischen Staates die Franz-Liszt-Plakette verliehen. 2008 erhielt er den Artisjus-Preis. Seit 2009 ist er Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissen­schaften.  Er unternahm ausgedehnte Konzertreisen und spielte zahlreiche Schallplatten und CDs ein (ARE, BIS, harmonia mundi, Hungaroton, RCA, Signum, Sony, Wergo, Zeit­klang). Seine Kompositionen – Werke für Soloinstrumente, Kam­mermusik, Werke für Orche­ster und Chor – sind vor allem bei den Musikverlagen Bärenreiter und Moeck erschienen, seine Bearbeitungen für Orgel bei Carus und Bärenreiter.

Veröffentlichte Alben

  • Zsigmond Szathmáry: Orgelwerke

    „...Farbigkeit und Klangreichtum“ – Zeitgenössische Orgelmusik von Zsigmond Szathmáry, produziert in Surround- und 3D-Qualität mit Martin Schmeding an der Rieger-Orgel der Abtei Marienstatt (1969/70) sowie an den Orgeln der Lutherkirche Wiesbaden (Walcker, 1911 und Klais, 1979)
    Stillstand ist der Tod, geh voran, bleibt alles anders. Diese Textzeile aus einem völlig anderen Zusammenhang – einem Lied Herbert Grönemeyers aus dem Jahr 1998 – beschreibt in idealer Weise den Charakter der Werke, aber auch der Interpretationen Szathmárys, die mit unbändiger Energie und stetigem Vorwärtsdrang ausgestattet sind.

Keine Veranstaltungen gefunden.