Oscar van Dillen: de Stad

Ensemble gelberklang, Oscar van Dillen

Erschienen: 2003

Katalog-Nummer: Cybele SACD 361301

Hybrid-SACD Stereo+5.1ch Surround Sound USB-Stick
6CH

Kurzbeschreibung

Dillen (* 1958) komponierte sein klingendes Bild zu einer Ausstellung über die Geschichte Rotterdams. „Das Instrumentarium enthält genau die Farben und Charaktere, die ein Stadtporträt des 21. Jahrhunderts braucht“ (Neue Zeitschrift für Musik).

Beschreibung

Bei der Zusammenstellung der Ausstellung über die Geschichte Rotterdams war von Anfang an klar, dass sie nicht stattfinden konnte ohne dass Musik ein wesentlicher Bestandteil wurde. Musik und Klänge sind im kollektiven Gedächtnis einer Stadt mindestens so wichtig wie Bilder und Text. Die Anwendung von Musik in der Ausstellung macht diese zu einem ergreifenden Erlebnis. Und das war genau unsere Absicht.
Diese Geschichte Rotterdams beginnt im Jahr 1880, in dem Moment als eine große Ausbreitung der Stadt geplant wurde. ‚Das sollte auf die Besucher wie ein Allegro Vivace wirken’. Die Ausdehnung der Stadt und des Hafens führte zu einem Einzug von Menschen aus dem Süden der Niederlande nach Rotterdam. ‚In der Stadt klingt ein Chor von Dialekten’. Die Kultur des Konsumierens in der Stadt änderte sich nach der Eröffnung der Passage im Jahr 1879. Menschen wurden von den Klängen eines Showorchesters gelockt.
Der Bau des neuen Stadthauses am Coolsingelboulevard bedeutete das Ende der völkischen Musik die aus den Kneipen des Zandstraatviertels kam und die Sänger Louis Davids und Koos Speenhof zu ihren populären Liedern inspirierte.
Auf der Straße Coolsingel erklang das rhythmische Gerüttel der Schreibmaschinen und der Telegraphen aus den neuen Büros, unterbrochen vom schneidenden Geräusch der Straßenbahnen. Um den Platz Hofplein herum klangen swingende Rhythmen der Vergnügung. All diesem wurde ein plötzliches ‚Halt’ zugerufen beim Pfeifen und Dröhnen des Bombardements; das Knistern der Brände führte zu einem Requiem über die Trübheit dieser Periode. Nach dem Kriege klang aber sofort das Dröhnen der Rammmaschinen des Wiederaufbaues.
Unser Wunsch, die Musik eine große Rolle spielen zu lassen, dazu den Wunsch, die Geschichte in filmischen Shots zu erzählen, führte zu dem Entschluss, die Ausstellung als ein Regie-Theater zu gestalten, wobei Sammlung, Fotos, Film-Fragmente, gesprochene Zitate und Musik eine Einheit bilden sollten.
Unsere Frage nach einer ‚Symphonie der Stadt’ stieß bei dem Komponisten Oscar van Dillen auf großes Interesse. Zusammen fanden wir schnell den richtigen Ton, und Oscar van Dillen begann begeistert an seinem Kompositionsauftrag. Er war schnell und klar in seiner Auswahl der Instrumentation und des Ensembles, er sprach von Spannungsbogen und Klangfarben. Er präsentierte seine Partitur genau zum vereinbarten Termin und nannte seine Komposition ‚de Stad’ – ein Name der sich auf eine wichtige Inspirationsquelle dieser Ausstellung bezieht: das Buch ‚Stad’ von Ben Stroman.
Musik und Geschichte stehen in enger Beziehung zueinander. Jeder weiß wie einfach Musik Erinnerungen hervorrufen kann. Jeder weiß, dass Musik auf eine ganz einmalige Art und Weise ein historisches Ereignis erklingen lassen kann. Unsere ‚Symphonie der Stadt’ ist ein neuer Schritt in diesem Bezug. Die Musik sorgt nicht nur dafür, dass die Geschichte der Ausstellung besser im Gedächtnis hängen bleibt, sondern erzählt auch die Geschichte Rotterdams mit einer ganz eigenen Ordnung und Dynamik. Deshalb wird ‚de Stad’ die Geschichte der Stadt bereichern.

Details

Ensemble gelberklang:
Michael Kiedaisch (Perkussion), Merima Kljuco (Akkordeon), Jürgen Kruse (Klavier), Michael Peuser (Posaune), Holger Philipsen (Kontrabaß), Thomas Reil (Baß-Klarinette), Scott Roller (Violoncello), Ulrike Stortz (Violine), Marlene Svoboda (Viola)


Oscar van Dillen (Dirigent)


Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas


Begleitheft-Sprachen: Deutsch, Englisch und Holländisch (36 Seiten Umfang mit Digipak)


In ‘Stadsgeschiedenis’ from 24:17 till 25:54 the soundscape ‘Reterritorialization Infrastructures’ was quoted with kind permission by Diego Barajas, member of the Interdisciplinary network S.U.R.

Biografien

Das Ensemble gelberklang widmet sich seit 1992 der Interpretation zeitgenössischer Kammermusik. Die Kernbesetzung Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Klavier, Harfe und Schlagzeug bildet die Basis auch für größer oder kleiner besetzte Werke.
In den ersten Jahren bereiteten zahlreiche Konzerte in Deutschland, Italien und der Schweiz sowie Rundfunkaufnahmen dem Ensemble den Boden, auf dem es seit 1996 verstärkt in Beziehung zu anderen Künsten trat.
Aus dieser interdisziplinären Idee resultiert auch der Name des Ensembles, der sich anlehnt an Kandinskys gesamtkünstlerisches Theaterprojekt „Der gelbe Klang“ aus dem Jahre 1912. So präsentierte das Ensemble häufig in Galerien musikalische Programme, die inhaltlich und ästhetisch gezielt auf die Kunstausstellungen hin konzipiert wurden (Staatsgalerie Stuttgart und Kunstsammlung Chemnitz: Richard Serra; Fondation Beyeler Basel: Mark Rothko, Städtische Galerie Esslingen: Konzerte zu drei Zero-Ausstellungen u.a.m.). 1997/98 wurden die Mitglieder komponierend, spielend und agierend Teil der Tanzperformance ›Das Rauschen der blauen Tür‹ mit dem Choreographen Sven Sören Beyer und dem Posaunisten Michael Svoboda, die mit einer Vielzahl von Aufführungen zwischen Stuttgart und Berlin große Beachtung fand. Die Verbindung zwischen Musik und Literatur fand u.a. Ausdruck in einem Paul Celan Programm mit der Mezzosopranistin Christina Ascher.
2001/02 entstand, anfänglich als Reaktion auf den 11. September, ein Programm mit Streichquartett und Live-Elektronik, das sich inzwischen ausgeweitet und etabliert hat. Das HELIOS Quartett (die Streicher des Ensembles zusammen mit dem Live-Elektronik-Spezialisten Bryan Wolf) ist erfolgreich in Deutschland und England aufgetreten. Ganz besonders an den neuesten Arbeiten dieser dynamischen Formation ist eine gemeinsame Leidenschaft für stilübergreifende, freie Improvisationen.
Viele Auftragswerke wurden vom Ensemble zu besonderen Anlässen vergeben und uraufgeführt, Komponisten widmeten der bunten und eigenwilligen Gruppe Stücke. Auch bei größeren Besetzungen spielt das Ensemble in der Regel ohne Dirigent, um den kammermusikalischen Aspekt zu kultivieren. Dies setzt eine intensive Auseinandersetzung mit den musikalischen Werken und ein hohes Maß an Kommunikationsbereitschaft der Musiker voraus.


Oscar van Dillen, 1958 in ‘s-Hertogenbosch (Niederlande) geboren, studierte von 1977 bis 1980 die klassische Musik Nordindiens (Sitar, Tabla, Gesang) an der Tritantri School in Amsterdam bei Jamaluddin Bhartiya und an der Bansuri School of Music in Berkeley (Kalifornien) bei Gurbachan Singh Sachdev sowie von 1982 bis 1984 klassische und Jazz-Flöte am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam. Hier erhielt er auch Kompositionsunterricht von Misha Mengelberg. Nach einem Studium der Musik des Mittelalters und der Renaissance bei Paul van Nevel in Leuven studierte er 1990/91 Komposition in Den Haag am Koninklijk Conservatorium u.a. bei Dick Raaymakers und Gilius van Bergeijk und von 1996 bis 2002 Komposition bei Klaas de Vries, Peter-Jan Wagemans und René Uijlenhoet am Rotterdamer Konservatorium, zudem 2001 bei Manfred Trojahn an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, wo er auch Dirigierunterricht erhielt von Lutz Herbig.
Oscar van Dillen lebt in Rotterdam und unterrichtet am dortigen Konservatorium klassische Musiktheorie an die Abteilung Jazz, Pop und Weltmusik.

Oscar van Dillen: de Stad
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USB-Stick SACD
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DSD 1bit 2.8224MHz Stereo
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DSD 1bit 2.8224MHz 5.1 Surround

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MP3 & FLAC Tracktitel Spielzeit Preis
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1) de Stad (2003) für Ensemble - de Stad 1
Komponist: Oscar van Dillen (1958-)
Interpret(en): Ensemble gelberklang, Oscar van Dillen
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2) de Stad (2003) für Ensemble - de Stad 2
Komponist: Oscar van Dillen (1958-)
Interpret(en): Ensemble gelberklang, Oscar van Dillen
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3) de Stad (2003) für Ensemble - de Stad 3
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Interpret(en): Ensemble gelberklang, Oscar van Dillen
9:21
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4) de Stad (2003) für Ensemble - de Stad 4
Komponist: Oscar van Dillen (1958-)
Interpret(en): Ensemble gelberklang, Oscar van Dillen
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5) de Stad (2003) für Ensemble - de Stad 5
Komponist: Oscar van Dillen (1958-)
Interpret(en): Ensemble gelberklang, Oscar van Dillen
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6) de Stad (2003) für Ensemble - de Stad 6
Komponist: Oscar van Dillen (1958-)
Interpret(en): Ensemble gelberklang, Oscar van Dillen
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7) Stadsgeschiedenis (2003) - elektroakustische Montage von 'de Stad'
Komponist: Oscar van Dillen (1958-)
Interpret(en): Ensemble gelberklang, Oscar van Dillen
30:00
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Gesamtspielzeit  74:20  
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