Erich Itor Kahn: Klavierwerke

Thomas Günther

Erschienen: 2007

Katalog-Nummer: Cybele SACD 160403

Hybrid-SACD Stereo+5.1ch Surround Sound USB-Stick
6CH

Kurzbeschreibung

Der Jude Kahn (1905-1956) emigirierte aus dem Dritten Reich nach New York. Er war vor allem als Pianist aktiv, komponierte aber auch für sein Instrument, unter anderem Bagatellen, Inventionen und eine „Ciaccona dei tempi di guerra“.

Beschreibung

Erich Itor Kahn wurde am 23. Juli 1905 in Rimbach (Odenwald) geboren. Sein Vater, Leopold Kahn, war Mathematik und Religionslehrer sowie Kantor an der Synagoge. Wenige Monate nach der Geburt Erichs siedelten die Eltern nach Königstein im Taunus um, wo der Vater als Kantor an der dortigen Synagoge ernannt worden war. Als Erich sieben Jahre alt war, begann der Vater ihm Klavierunterricht zu geben. Später ging er zum Klavierpädagogen Paul Franzen (Frankfurt am Main), zuerst privat, dann als sein Schüler am Hoch'schen Konservatorium, wo er auch Kompositionsunterricht bei Waldemar von Bausznern und anschließend bei Bernhard Sekles erhielt. Seit 1919 gab Erich Itor Kahn Klavierabende, an denen er Werke von Bach, Beethoven, Schumann oder Brahms, auch Zeitgenossen wie Debussy und Ravel sowie etwas später auch eigene Kompositionen aufführte. 1928 nach Beendigung seines Studiums engagierte ihn Hans Rosbaud als Pianisten, Cembalisten, Komponisten und Arrangeur an den Südwestdeutschen Rundfunkdienst A.G., kurz Radio Frankfurt genannt. Rosbaud war dort soeben zum Leiter der Musikabteilung und Dirigenten des Symphonieorchesters ernannt worden. Kahn wurde der wichtigste Mitarbeiter Rosbauds, und unter seinen vielfältigen Aufgaben betreute er die Komponisten, die Rosbaud zur Aufführung ihrer Werke einlud, zum Beispiel Igor Stravinsky, Anton Webern, Bela Bartók, Albert Roussel und insbesondere Arnold Schönberg. Am 29. Januar 1930 spielte Kahn dessen Klavierstücke op. 23 und die Uraufführung von op.33a, außerdem begleite er die Sängerin Anna Valle beim "Buch der hängenden Gärten". Es gab ostentativen Beifall Schönbergs. Als Schönberg am 22. März 1931 im Frankfurter Sender einen Vortrag über seine Orchestervariationen op. 31 hielt, die Rosbaud anschließend dirigierte, war es Kahn, der die Beispiele am Klavier spielte. Im April 1933 wurde Kahn durch die Nazis von seinem Posten am Frankfurter Sender entlassen. Er und seine Frau Frida, geb. Rabinowitsch, emigrierten nach Paris, wo Kahn als Pianist und Lehrer sich eine neue Position aufbauen mußte. In seinem Buch über Kahn schreibt Rene Leibowitz, "der einzige in Paris lebende Musiker, der mit dem Werk von Schönberg und seinen wichtigsten Schülern vertraut war" sei um 1936 Kahn gewesen. Kahn vermittelte die Schönbergsche Tradition an Leibowitz und dieser wiederum an Pierre Boulez, der 1945 sein Schüler wurde. Gleich zu Beginn des Krieges im September 1939 wurde Kahn als in Frankreich lebender Deutscher in einem Lager interniert. Mit Unterbrechungen verbrachte Kahn vierzehn Monate in französischen Internierungslagern, bis er und seine Frau am 10. Mai 1941 in die USA emigrieren konnten. In New York begann Kahn wieder von Neuem sich als Pianist und Pädagoge seinen Lebensunterhalt zu verdienen. In dieser Stadt gründete er mit Alexander Schneider und Benar Heifetz das Albeneri Trio (ALexander, BENar, ERIch), das neben einer regen Konzerttätigkeit auch viele Schallplattenaufnahmen einspielte. Ende 1955 nach einem erfolgreichen Klavierrezital erlitt Kahn eine Gehirnblutung; am 5. März 1956, nachdem er monatelang im Koma lag, starb er in New York.

Details

Thomas Günther (Klavier, Steinway D Flügel)


Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas


Begleitheft-Sprachen: Deutsch und Englisch (32 Seiten Umfang mit Digipak)


Gefördert von der Kunststiftung NRW

Biografien

Thomas Günther
erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Folkwang-Hochschule Essen und an der Hochschule der Künste Berlin. Wichtige Anregungen verdankt er außerdem den Schnabel-Schülern Maria Curcio (London) und Konrad Wolff (New York). 1980 wurde er in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen, gewann 1981 den Folkwang-Wettbewerb und trat 1983 erstmals als Solist bei den Berliner Festwochen auf. In den folgenden Jahren gab Thomas Günther sein Debut in der Berliner Philharmonie mit Beethovens 5. Klavierkonzert und gastierte bei weiteren nationalen und internationalen Festivals: den „Duisburger Akzenten“, den „Dresdner Tagen für zeitgenössische Musik“, dem “Autunno musicale“ in Venedig, dem „Festival de musique contemporaine d’Evreux“, dem “Rheinischen Musikfest“ und den „Europäischen Kulturtagen“ in Karlsruhe. Darüber hinaus führten ihn Konzertreisen bis nach Südamerika und China.
Programmschwerpunkte sind, neben dem klassischen Repertoire, u.a. Werke russischer Futuristen (Protopopov, Wyshnegradsky, Lourié, Roslavetz, Mosolov, Obouchov) sowie zumeist unbekannte bzw. vergessene Klaviermusik der deutsch-jüdischen Exilgeneration und des Kreises um Schönberg (Kahn, Wolpe, Schulhoff, Klein, Haas, Spinner u.a.). Unter den Komponisten, die ihm Uraufführungen anvertrauten, waren u.a. John Cage („ONE“ for piano), Dieter Schnebel und Juan Allende-Blin.
Seit Ende der 80er Jahre liegt ihm die Beschäftigung mit der Klaviermusik Bachs sowie mit Fragen ihrer Interpretation auf dem Klavier besonders am Herzen. Er trat mit Gesamtaufführungen des „Wohltemperierten Klaviers“, der “Klavierübung II“ und der „Goldberg-Variationen“ in mehreren deutschen Großstädten auf. Wiederholt hielt er Workshops zu diesem Thema ab. Die Begegnung mit einem „Johann Baptist Streicher“-Hammerflügel aus dem Jahr 1848 führte zu erneuter intensiver Auseinandersetzung mit dem Sonatenwerk Franz Schuberts. Darüber hinaus ist Thomas Günther ein engagierter Kammermusiker in unterschiedlichen Besetzungen. Mit dem Geiger Johannes Prelle führte er Ende der 1990er Jahre alle Beethoven-Sonaten für Klavier und Violine auf.
Thomas Günther ist Professor für Klavier an der Folkwang-Hochschule in Essen.


Seit 2003 arbeitet Thomas Günther regelmäßig mit dem Label Cybele Records zusammen. In diesen Jahren entstanden Super Audio CDs mit Werken von Allende-Blin, Kahn, Schubert, Schumann, Bach, sowie – in Co-Produktion mit dem Deutschlandfunk – eine Reihe von vier SACDs mit Klavierwerken um den russischen Futurismus, die mit einem ECHO Klassik 2017 (Kategorie Solistische Einspielung des Jahres, Musik 20./21. Jahrhundert) ausgezeichnet wurde.

Auszeichnungen

www.klassik.com - Empfohlen von www.klassik.com (31. Oktober 2007):
..."[Thomas Günther] erweist sich auch hier als versierter, fachlich kompetenter und musikalisch überzeugender Interpret...plastisch wirkender Klavierklang...der die SACD zu einem richtigen Hörgenuss macht. Die Scheibe sei daher jedem wärmstens ans Herz gelegt, der sich für die Klaviermusik des 20. Jahrhunderts interessiert."...  (Dr. Stefan Drees) (-> weiterlesen)

Erich Itor Kahn: Klavierwerke
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Datenträger (CD, SACD, USB-Stick oder DVD)

Medium Information Preis
SACD Erich Itor Kahn: Klavierwerke (Hybrid-SACD Stereo+5.1ch Surround Sound)
EAN/UPC-Barcode: 809548011420
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Hörproben und Track-Downloads

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Gesamtspielzeit  59:13  
Erich Itor Kahn: Klavierwerke [Cybele SACD 160403 - Komplettes Album, FLAC 16bit 44.1kHz Stereo] (214.68MB)
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FLAC 24bit 96kHz 5.1 Surround (3,180.58MB)
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DSD 1bit 2.8224MHz 5.1 Surround (7,191.78MB)
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