Cybele 160501 2003

DSD Stereo Surround Klassik Neue Musik Zeitgenössische Musik 1:08:53

Zur Beschreibung

Das untemperierte Klavier – Neue Musik für Kinderklavier

Mitwirkende

Bernd WiesemannKlavier / Komponist

Komponisten

Bernd Wiesemann · Christian Banasik · Heinz-Dieter Willke · Kai Yves Linden · Karl-Heinz Zarius · Michael Denhoff · Norbert Laufer · Oscar van Dillen · Oskar Gottlieb Blarr · Yasuko Yamaguchi

Teaser

Bernd Wiesemann spielt zehn neue Kompositionen für Kinderklavier von Blarr, Denhoff, Yamaguchi und anderen, teils mit mehreren Instrumenten oder Zuspielband, dazu seine eigene Bauhaus-Suite.

Kurzbeschreibung

Zehn neue Kompositionen für Kinderklavier, gespielt von Bernd Wiesemann, teils für mehrere Instrumente, teils mit Zuspielband: Werke von Oskar Gottlieb Blarr, Oscar van Dillen, Michael Denhoff, Kai Yves Linden, Karl-Heinz Zarius, Norbert Laufer, Heinz-Dieter Willke, Yasuko Yamaguchi, Christian Banasik und Wiesemann selbst, dessen Bauhaus-Suite fünf Künstlerinnen des Bauhauses porträtiert. Aufgenommen im September 2003 in Wuppertal.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
68:53

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround

Instrumente
Kinderklavier, teilweise mehrere Kinderklaviere und Zuspielband

Aufnahme
9.–13. September 2003, Evangelische Kirche an der Gräfrather Straße, Wuppertal

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 32 Seiten

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Pressestimmen

Angaben

Katalognummer
Cybele 160501
Erscheinungsjahr
2003
Genre
Klassik, Neue Musik
Epoche
Zeitgenössische Musik
Besetzung
Kinderklavier, Klavierensemble, Zuspielung
Label
Cybele Records
Barcode
809548009021
GTIN
4068992490830
Booklet (Seiten)
32

Tracklisting

26 Titel · 1:08:53

  1. 01 Läuten für den Zarewitsch Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Bernd Wiesemann 3:58
  2. 02 mm³ für drei Kinderklaviere Komponist:in: Oscar van Dillen (* 1958) Interpret:in: Bernd Wiesemann 5:20
  3. 03 PA-CA-TO (2003) für Toy Piano Komponist:in: Michael Denhoff (* 1955) Interpret:in: Bernd Wiesemann 5:56
  4. 04 Drei Brombeeren – Mäßig gehend Komponist:in: Kai Yves Linden (* 1960) Interpret:in: Bernd Wiesemann 2:02
  5. 05 Drei Brombeeren – Nicht zu langsame, gleichmäßige Viertel Komponist:in: Kai Yves Linden (* 1960) Interpret:in: Bernd Wiesemann 2:20
  6. 06 Drei Brombeeren – In fließender Bewegung, flexibel, auch innerhalb der Viertel Komponist:in: Kai Yves Linden (* 1960) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:36
  7. 07 Nocturne Komponist:in: Karl-Heinz Zarius (* 1941) Interpret:in: Bernd Wiesemann 7:59
  8. 08 bitS & pieceS – bit I: Grave Komponist:in: Norbert Laufer (* 1960) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:05
  9. 09 bitS & pieceS – piece I: Unruhig Komponist:in: Norbert Laufer (* 1960) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:43
  10. 10 bitS & pieceS – bit II: Rubato Komponist:in: Norbert Laufer (* 1960) Interpret:in: Bernd Wiesemann 0:33
  11. 11 bitS & pieceS – piece II: Moderato Komponist:in: Norbert Laufer (* 1960) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:59
  12. 12 bitS & pieceS – bit III: Scherzando Komponist:in: Norbert Laufer (* 1960) Interpret:in: Bernd Wiesemann 0:37
  13. 13 bitS & pieceS – piece III: Mechanisch Komponist:in: Norbert Laufer (* 1960) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:56
  14. 14 bitS & pieceS – bit I: reprise, Grave Komponist:in: Norbert Laufer (* 1960) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:23
  15. 15 Piece for Toy Piano (2002) Komponist:in: Heinz-Dieter Willke (* 1956) Interpret:in: Bernd Wiesemann 2:07
  16. 16 Zuckerregen (2002) für Kinderklavier – I Komponist:in: Yasuko Yamaguchi (* 1969) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:42
  17. 17 Zuckerregen (2002) für Kinderklavier – II Komponist:in: Yasuko Yamaguchi (* 1969) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:13
  18. 18 Zuckerregen (2002) für Kinderklavier – III Komponist:in: Yasuko Yamaguchi (* 1969) Interpret:in: Bernd Wiesemann 3:12
  19. 19 Bauhaus-Suite (1994) – Introduktion Komponist:in: Bernd Wiesemann (1938-2015) Interpret:in: Bernd Wiesemann 2:29
  20. 20 Bauhaus-Suite (1994) – Portrait Gunta Stölzl Komponist:in: Bernd Wiesemann (1938-2015) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:00
  21. 21 Bauhaus-Suite (1994) – Portrait Gertrud Arndt Komponist:in: Bernd Wiesemann (1938-2015) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:21
  22. 22 Bauhaus-Suite (1994) – Portrait Kitty Fischer Komponist:in: Bernd Wiesemann (1938-2015) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:37
  23. 23 Bauhaus-Suite (1994) – Portrait Monica Bella Broner Komponist:in: Bernd Wiesemann (1938-2015) Interpret:in: Bernd Wiesemann 1:56
  24. 24 Bauhaus-Suite (1994) – Portrait Margarete Reichardt Komponist:in: Bernd Wiesemann (1938-2015) Interpret:in: Bernd Wiesemann 2:18
  25. 25 Bauhaus-Suite (1994) – Tango für fünf Bauhaus-Künstlerinnen Komponist:in: Bernd Wiesemann (1938-2015) Interpret:in: Bernd Wiesemann 2:03
  26. 26 trimer (2001) für Toy Piano und Zuspielband Komponist:in: Christian Banasik (* 1963) Interpret:in: Bernd Wiesemann 9:28

Beschreibung

Am Anfang stand eine Ablehnung. John Cage habe ihn lange fasziniert, schreibt Bernd Wiesemann im Begleitheft, doch der Faszination sei die Irritation vorausgegangen und der Irritation die strikte Ablehnung; ähnlich sei es ihm mit Yves Klein und den Dada- und Happening-Künstlern ergangen. Mitte der 1960er Jahre lernte er den Maler, Goldschmied und Dichter Will Ameln kennen, der sich vornahm, an jedem Tag des Jahres 1968 ein Gedicht zu schreiben; über ihn kamen die ersten Begegnungen mit Duchamp und Satie, und von dort war es zu Cage ein kurzer Weg.

Mitte der 1970er Jahre gründeten einige seiner Schüler eine Musiktheatergruppe im Geist von Cage und Kagel und engagierten ihren Lehrer für Elternabende; er spielte Water Music, 4’33’’ und WAITING und hörte in dieser Zeit zum ersten Mal von Cages Suite for Toy Piano. Für eine Aktion aus Kagels Repertoire wurde ein chromatisches Kinderklavier gebraucht, das ein Mitglied der Gruppe schließlich in einem Münchener Geschäft für edle Spielwaren fand. Damit begann Wiesemanns Geschichte mit dem Instrument.

Er schrieb selbst kurze Stücke dafür, regte damit andere Komponisten an, nahm Cages Suite ins Repertoire und trat mit einem Programm von 45 Minuten in Büchereien und Kneipen, Volkshochschulen und Ausstellungen auf — sein Weg, mit dem Kinderklavier auch die neue Musik zu den Menschen zu bringen. 1993 wurden der Kompositionsstudent Andreas Kunstein und der damalige Ton- und Bildingenieur-Student Ingo Schmidt-Lucas auf ihn und sein Instrument aufmerksam und initiierten eine erste CD mit neuer Musik für Kinderklavier.

Dieses Album führt die Reihe fort. Es versammelt Läuten für den Zarewitsch von Oskar Gottlieb Blarr, mm³ für drei Kinderklaviere von Oscar van Dillen, PA-CA-TO von Michael Denhoff, die Drei Brombeeren von Kai Yves Linden, das Nocturne von Karl-Heinz Zarius, bitS & pieceS von Norbert Laufer, das Piece for Toy Piano von Heinz-Dieter Willke, Zuckerregen von Yasuko Yamaguchi, Wiesemanns eigene Bauhaus-Suite mit fünf Porträts über die Namen von Gunta Stölzl, Gertrud Arndt, Kitty Fischer, Monica Bella-Broner und Margarete Reichardt sowie einem Tango für fünf Bauhaus-Künstlerinnen, und schließlich trimer für Toy Piano und Zuspielband von Christian Banasik.

Im Begleitheft erläutern die Komponisten ihre Stücke. Oskar Gottlieb Blarr schrieb Läuten für den Zarewitsch nach einer Russlandreise, auf der ihn die wiederbelebte Glockenkunst beeindruckte, als Epitaph für den Zarewitsch Dimitri, der 1591 als Neunjähriger ermordet wurde. Oscar van Dillen nutzt in mm³ die drei leicht verschieden gestimmten Instrumente und ihre hörbare Mechanik, und Michael Denhoffs PA-CA-TO verbindet Passacaglia, Kanon und Toccata: Eine Tonfolge aus abwechselnd weißen und schwarzen Tasten wächst von der Ein- zur Achtstimmigkeit.

Die Hybrid-SACD spielt 68:53 in Stereo und 5.1 Surround; das Begleitheft umfasst 32 Seiten in Deutsch und Englisch. Aufgenommen wurde vom 9. bis 13. September 2003 in der Evangelischen Kirche an der Gräfrather Straße in Wuppertal.

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