Appassionatamente plus Lulu-Suite

Julia Bauer, Essener Philharmoniker, Stefan Soltesz

Erschienen: 2010

Katalog-Nummer: Cybele SACD 860801

Hybrid-SACD Stereo+5.0ch Surround Sound USB-Stick
5CH

Kurzbeschreibung

Gewalt und Natur in Orchesterwerken von Alban Berg und Hans Werner Henze ‑ Oper für den Konzertsaal. Die Essener Philharmoniker, in der „Opernwelt“-Umfrage zweimal „Orchester des Jahres“, spielen unter ihrem langjährigen Chefdirigenten.

Beschreibung

Gewalt und Natur in zwei Orchesterwerken von Alban Berg und Hans Werner Henze – Symphonische Opernstücke für den Konzertsaal
Ähnlich wie in den Bruchstücken aus „Wozzeck“ zehn Jahre zuvor kompilierte Berg in den fünf Sinfonischen Stücke aus der Oper „Lulu“ wesentliche Musiken aus seiner zweiten Oper Lulu (nach Frank Wedekinds gleichnamigem Drama) und setzte sie für Orchester und eine solistische Gesangspartie. Im Zentrum und als Mittelteil des fünfsätzigen Werks steht das Lied der Lulu, in dem sich die Titelheldin selbst als eine Art weiblicher Don Juan charakterisiert. Jedoch gehen die Lulu umgebenden Personen Dr. Schön, Alwa, Schigolch und die Gräfin Geschwitz nicht an dem unstillbaren erotischen Verlangen der femme fatale zugrunde, sondern an ihren je eigenen sexuellen Projektionen und Phantasien innerhalb ihrer engen bürgerlichen Welt: „Wenn sich die Menschen um meinetwillen umgebracht haben, so setzt das meinen Wert nicht herab“, singt Lulu hier, und Alban Berg scheint ihr zuzustimmen: Er stellt ihr eine Zwölftonreihe an die Seite, die das musikalisch-dramatische Zentrum der Oper bildet. Durch Permutationen von Lulus Reihe gewinnt der Komponist die charakteristische Musik der übrigen, mit Lulu in amourösen Beziehungen stehenden Personen.


Auch das Orchesterwerk Appassionatamente plus von Hans Werner Henze verdankt seine Entstehung einer vorausgegangen Oper: Das verratene Meer komponierte Henze bereits zwischen 1986 und 1989, revidierte 2003 die auf einen japanischen Roman von Yukio Mishima (im Originaltitel Gogo no eiko) basierende Oper aber noch einmal. Schon aus der Urfassung der Oper nahm der Komponist rein instrumentale Zwischenspiele heraus und fügte sie 1994 zu einer symphonischen Orchesterfantasie mit dem Titel Appassionatamente zusammen. Im Zuge der Revision der Oper entstand 2003 als erweitertes Orchesterwerk Appassionatamente plus. Ähnlich wie in Alban Bergs Suite aus der Lulu – die Henze im übrigen auch als Dirigent aufführte – sind auch hier die wesentlichen Figuren und dramatischen Stationen der Oper in den rein instrumentalen Klängen weiterhin präsent und wie in einem Kaleidoskop neu angeordnet. (Klaus Oehl)

Details

Essener Philharmoniker - Stefan Soltesz (Dirigent)
Track 5 und 7: Julia Bauer (Sopran)


Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas


Begleitheft-Sprachen: Deutsch, Englisch (36 Seiten Umfang mit Digipak)


Eine Kooperation der Essener Philharmoniker und der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010
für „Das Henze-Projekt. Neue Musik für eine Metropole"

Biografien

Essener Philharmoniker
Die Gründung des städtischen Orchesters, das den Ruf Essens als Musikstadt wesentlich geprägt hat, fällt noch ins vorletzte Jahrhundert, nämlich ins Jahr 1899. Bald erhielt es einen Konzertsaal, den Richard Strauss 1904 mit einer Aufführung seiner „Sinfonia domestica“ einweihte. Weitere Konzert-Ereignisse jener Zeit waren die von Felix Mottl 1905 geleitete Uraufführung der „Sinfonietta“ von Max Reger und vor allem die erste Präsentation der sechsten Sinfonie von Gustav Mahler unter der Leitung des Komponisten. 1913 folgte Max Reger mit einer weiteren Uraufführung: Er dirigierte seine „Böcklin-Suite“. Ende der 1990er Jahre musste der im Zweiten Weltkrieg schwer getroffene, früh wieder aufgebaute Saalbau erneut geschlossen werden, ehe man ihn nach umfangreichen Umbauten 2004 als Philharmonie Essen glanzvoll wieder eröffnete. Damit wurde dem städtischen Klangkörper seine ursprüngliche Auftrittsstätte zurückgegeben und dies in einer Gestalt, die nicht nur Tradition und Moderne verbindet, sondern auch eine hervorragende Akustik bietet.
Als Chefdirigenten des Essener Orchesters wirkten Georg Hendrik Witte (1871–1911), Hermann Abendroth (1911–1915), Max Fiedler (1915–1933), Johannes Schüler (1933–1936), Albert Bittner (1936–1943) und Gustav König (1943–1975). Unter Heinz Wallberg (1975–1991) nahm die Konzerttätigkeit der Essener Philharmoniker einen steilen Aufschwung. Von 1991 bis 1997 stand Wolf-Dieter Hauschild an der Spitze des 100 Planstellen umfassenden Orchesters. Mit Beginn der Saison 1997/98 trat Stefan Soltesz das Amt des Generalmusikdirektors der Stadt Essen an. Im Rahmen der alljährlichen Kritikerumfrage der Zeitschrift „Opernwelt“ wurden die Essener Philharmoniker 2003 und erneut 2008 zum „Orchester des Jahres“ gewählt.
Zu den bedeutenden Gastdirigenten und Solisten der Essener Philharmoniker zählen u.a. Bernard Haitink, Rudolf Kempe, Otto Klemperer, Hans Knappertsbusch, Sir Yehudi Menuhin, Krzysztof Penderecki, Günter Wand sowie aktuell Gerd Albrecht, Vladimir Fedoseyev, Thomas Hengelbrock, Jirí Kout, Marc Minkowski, Sir Roger Norrington, Heinrich Schiff und Michael Schønwandt als Dirigenten dazu Iveta Apkalna, Rudolf Buchbinder, Julia Fischer, Viviane Hagner, Olga Kern, Olli Mustonen, Gerhard Oppitz, Lise de la Salle, Nikolai Tokarev oder Frank Peter Zimmermann als Solisten.
Neben den regelmäßigen Diensten im Aalto-Theater spielen die Essener Philharmoniker mehr als 30 Konzerte pro Saison: Sinfoniekonzerte, Kinder- und Jugend- sowie Sonderkonzerte. Ferner gestalten die Musikerinnen und Musiker eine eigene Kammermusikreihe im Foyer des Aalto-Theaters, in deren Rahmen sich die verschiedensten Formationen vorstellen. Auch der Nachwuchsförderung gilt das Interesse: Seit 1999 existiert die Orchesterakademie der Essener Philharmoniker, die jungen, professionell ausgebildeten Musikern die Möglichkeit eines 12monatigen Stipendiums bietet.


Stefan Soltesz
wurde in Ungarn geboren und übersiedelte im Kindesalter nach Wien. An der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst studierte er Dirigieren bei Hans Swarowsky sowie Komposition und Klavier. 1971 begann er als Kapellmeister am Theater an der Wien seine künstlerische Laufbahn, worauf Engagements als Korrepetitor und Dirigent an der Wiener Staatsoper (1973-1983) und als Gastdirigent am Grazer Opernhaus (1979-1981) folgten. Während der Salzburger Festspiele (1978, 1979 und 1983) arbeitete er auch als musikalischer Assistent bei Karl Böhm, Christoph von Dohnányi und Herbert von Karajan.
Positionen als ständiger Dirigent hatte Stefan Soltesz an der Hamburgischen Staatsoper (1983-1985) und an der Deutschen Oper Berlin (1985-1997) inne. Als Generalmusikdirektor wirkte er von 1988-1993 am Staatstheater Braunschweig sowie als Chefdirigent von 1992-1997 an der Flämischen Oper Antwerpen/Gent. Seit 1997 ist er Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker und Intendant des Aalto-Theaters.
Stefan Soltesz dirigiert regelmäßig als Gast an der Wiener Staatsoper sowie an allen großen Opernhäusern Deutschlands, u.a. in Berlin, Dresden, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart. Ebenfalls gastierte er an der Nederlandse Opera Amsterdam, an der Oper Bilbao, der Pariser Oper, am Royal Opera House Covent Garden London, am Teatro Bellini Catania, am Teatro Colón Buenos Aires, an der Washington und der San Francisco Opera, am Opernhaus Zürich sowie bei den Festivals in Montpellier, Aix-en-Provence und Savonlinna (Finnland). Sinfoniekonzerte und Rundfunkaufnahmen dirigierte Stefan Soltesz u.a. in Berlin, Dresden, Genua, Hannover, Hamburg, Mailand, München, Paris, Rom, Turin und Wien. Seine CD-Einspielungen umfassen u.a. Opern von Giacomo Puccini, Giuseppe Gazzaniga und Alexander von Zemlinsky sowie Arien und Lieder mit Grace Bumbry, Lucia Popp und Dietrich Fischer-Dieskau.
Stefan Soltesz wurde wegen seiner Verdienste um Essen und die Metropolregion Ruhr im Jahr 2009 der Ehrentitel eines „Bürgers des Ruhrgebiets“ verliehen, außerdem erhielt er 2010 vom Bundesland Nordrhein-Westfalen der Titel eines Professor h.c.


Julia Bauer
stammt aus Berlin, wo sie ihr Gesangsstudium an der Universität der Künste bei Ute Niss absolvierte. Ihre Ausbildung ergänzte sie als Meisterschülerin u.a. von Dietrich Fischer-Dieskau und Edda Moser. Von 1999 bis 2004 war sie am Staatstheater Cottbus engagiert. Weitere Engagements führten sie an die Volksoper Wien (Adele in „Die Fledermaus“), das Landestheater Innsbruck (u.a. als Zerbinetta in „Ariadne auf Naxos“), das Neue Nationaltheater Tokio, zum Oregon Bach Festival in Eugene/USA, an die Semperoper Dresden, die Oper Leipzig, die Staatsopern von Berlin und Hannover sowie nach Kanada, Südamerika und Südafrika. Auch als Konzertsängerin folgt Julia Bauer weltweiten Engagements. Ihr Debüt in der Partie der „Lulu“ gab sie am Essener Aalto-Theater.

Auszeichnungen

Grammy-Nominierung (53th Grammy Awards 2011, Kategorie Best Classical Contemporary Composition

International Classical Music Awards (ICMA) - Nominierung 2011


The Sunday Times "Top 100 Albums" - Top10 Zeitgenössische Musik (2010)

Appassionatamente plus Lulu-Suite
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USB-Stick SACD
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FLAC 24bit 96kHz 5.0 Surround
DSD 1bit 2.8224MHz 5.0 Surround

Datenträger (CD, SACD, USB-Stick oder DVD)

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SACD Appassionatamente plus Lulu-Suite (Hybrid-SACD Stereo+5.0ch Surround Sound)
EAN/UPC-Barcode: 809548013820
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Hörproben und Track-Downloads

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Interpret(en): Julia Bauer, Essener Philharmoniker, Stefan Soltesz
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